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KIKIBO

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Samstag, 17. März 2012, 12:22

Manche Ehemalige hadern bis heute mit ihrer Zeit in der Marienpflege.

Zitat

........ Ich selbst habe in den letzten 18 Monaten mit etwa 50 Ehemaligen gesprochen, die vor 40 und mehr Jahren in der Marienpflege gelebt haben. Auch in Gesprächen mit früheren Schwestern und Mitarbeitern konnte ich ein Bild davon bekommen, welche Lebens- und Arbeitsbedingungen damals hier herrschten.
In einigen Gesprächen musste ich auch erfahren, dass auch in der Marienpflege einzelne Menschen gearbeitet haben,die die Kinder besonders hart angefasst haben, die auch nach den damaligen Wertmaßstäben über das „normale“ Maß hinaus Kinder
geschlagen, missbraucht, gedemütigt haben. Es sind nur wenige, aber erschütternde Berichte, von Menschen, die teils bis heute unter diesen Traumatisierungen leiden. .....

Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren
Manche Ehemalige hadern bis heute mit ihrer Zeit in der Marienpflege. Sie berichten eindrücklich von erlebter Gewalt und Mißhandlung durch Mitarbeiter oder Mitbewohner, von Demütigungen, von Zwängen und Kränkungen, von fehlendem Einfühlungsvermögen und harten Strafen. Auch wenn damals die Erziehungsbedingungen in der gesamten Gesellschaft vergleichbar waren und die Erziehungsheime staatlicherseits wenig Unterstützung erhielten, rechtfertigt dies nicht das Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter, die aus Unkenntnis oder Überforderung Kinder so behandelt haben.
Wenn Sie hier in der Marienpflege so etwas erleben und aushalten mußten, entschuldige ich mich als heute Verantwortlicher von Herzen! Aus persönlichen Gesprächen mit Ehemaligen, die oft Jahrzehnte gebraucht haben, bis sie das Gespräch suchten, weiß ich von mancher Mißhandlung und Demütigung und bedaure zutiefst, dass es solche Vorfälle auch in der Marienpflege gab.
Wir arbeiten derzeit aktiv die 50er und 60er Jahre der Heimerziehung auf diözesaner Ebene auf. Wenn Sie in dieser Zeit hier gelebt haben, melden Sie sich doch bei mir und helfen bei dieser Aufarbeitung.
In unserer heutigen Arbeit achten wir sehr darauf, dass die Rahmenbedingungen gut sind, dass sich solches Fehlverhalten nicht wiederholt und dass die Kinderrechte gewahrt werden. Wir erziehen die Kinder zu mündigen Menschen, pflegen Beteiligungsmodelle und entwickeln das Beschwerdemanagement weiter.
Ralf Klein-Jung Vorstand der Marienpflege Ellwangen
Quelle: HP Marienpflege http://www.marienpflege.de/index.php?id=88
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KIKIBO

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Freitag, 25. Januar 2013, 10:08

Ellwangen "Marienpflege" .. Ehemalige Heimkinder .. Kirche geht in die Offensive

Zitat

........ "Es ist unsere Aufgabe, den jungen Menschen klarzumachen, dass sie wichtig sind und einen Wert haben." Das war nicht immer so. Von den 50er bis zum Anfang der 70er Jahre glichen viele Kinderheime in Baden-Württemberg eher einer Aufbewahrungsanstalt als einem Hort der Geborgenheit. Schläge und Erniedrigungen gehörten in vielen Einrichtungen dazu wie das tägliche Gebet. Erst jetzt kommt das ganze Grauen ans Tageslicht.
Die interne Untersuchung der Diözese mit dem Titel "Die Zeit heilt keine Wunden" scheint für viele Opfer wie ein Ventil zu wirken.
"Es gab damals katastrophale Zustände", bestätigt Klein-Jung. Auch in Ellwangen. Die Erzieher hätten zwar "hohe pädagogische Ansprüche ans Menschenbild" gehabt, aber die Wirklichkeit sah oft anders aus.
Seit Monaten kommen ehemalige Heimkinder zu ihm, erzählen "erschütternde Erlebnisse" wie sie damals geschlagen wurden, wenn sie nicht dem Prinzip von Zucht und Ordnung gehorchen wollten.
"Bei mir stehen Heimkinder von damals in der Tür und wollen einfach nur reden", so der Marienpflege-Chef. Manche möchten die Akten von damals einsehen. Wieder andere wollen wissen, wieso sie überhaupt ins Heim gekommen sind.
Neulich habe ihn ein älterer Mann besucht und erst im Gespräch erfahren, dass er noch leibliche Geschwister hat. Es sind Dramen, die sich da abspielen. ............. weiter lesen
Quelle: Stuttgarter Nachrichten http://www.stuttgarter-nachrichten.de/in…33189baf51.html
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